Prominente im Casino: berühmte Glücksspieler

08.02.2018

Ob Hollywoodstar, Musiker oder Sportler: Auch und gerade prominente Zeitgenossen lieben es, ab und zu Zeit im Glücksspielparadies Las Vegas zu verbringen. Aber nicht allen von ihnen ist Erfolg an den Tischen von Sin City beschieden. Nur die wenigsten schaffen es, in der schillernden Metropole zur lebenden Legende zu werden.

Dass die Wüstenstadt nur eine Autostunde von Los Angeles entfernt liegt, macht sie natürlich besonders attraktiv für Prominente. Wir stellen Ihnen Stars vor, die auch in Vegas für Aufsehen gesorgt haben.

Frank Sinatra

 Frank Sinatra

Der Sänger, Schauspieler und Entertainer Frank Sinatra war es, der das Glücksspielparadies Las Vegas in den 50ern so richtig beliebt machte. Denn Sinatra und sein "Rat Pack" - eine Gruppe von Schauspielern und Entertainern, die neben ihm selbst aus Sammy Davis Jr., Shirley MacLaine, Dean Martin, Joey Bishop und Peter Lawford bestand - machten Vegas zu ihrer Heimat. Sie sangen, tranken und spielten und wurden so zur ersten großen Attraktion am Las Vegas Strip.

Daraufhin wollten alle das Rat Pack in Aktion sehen - beste Werbung für die Casino-Betreiber. So drückte das Sands Casino Sinatra und seinen Freunden umgerechnet 58.000 Schweizer Franken in die Hand, damit sie sich am Spieltisch austoben konnten. Die Gewinne durfte Sinatra für sich behalten, schließlich lockte seine Anwesenheit die High Roller an die Tische. Legendär: Als Sinatra 1998 starb, schalteten die Hotels am Las Vegas Strip in Gedenken an den berühmten Sänger ihre Leuchtreklamen ab.

Charlie Sheen

 Charlie Sheen

Das Enfant terrible unter den US-Schauspielern wurde insbesondere dank seiner Rolle als Charlie Harper in der Mega-TV-Serie Two and a half Men bekannt. Aber auch aufgrund vieler Skandale brachte er es häufig in die Schlagzeilen. Keine Frage, auch Storys über seinen exzessiven Hang zum Glücksspiel gehören zu der schillernden Persönlichkeit. So erklärte eine seiner Ex-Frauen, Denise Richards, Sheen habe mitunter satte 200.000 US-Dollar für Glücksspiel ausgegeben - in der Woche, versteht sich. Dabei hat der Star sich an Sportwetten, aber auch an zahlreichen Spielen im Casino versucht.

Da jede einzelne Folge von Two and a half Men angeblich um die 1,8 Millionen US-Dollar in Sheens Kassen spülte, dürften ihn seine Eskapaden in Casino nicht ruiniert haben. Doch hat der vom Glücksspiel gepackte Schauspieler auch bereits mehrere Therapien in Rehabilitationszentren hinter sich. Offenbar mit Erfolg, was seine Spielsucht angeht. Zumindest nach eigenen Angaben ist Sheen in dieser Hinsicht heute clean.

Ben Affleck

 Ben Affleck

Der US-amerikanische Schauspieler Ben Affleck (Batman im gleichnamigen Film von 2016) kann nicht nur sehr gut Rollen mimen, sondern offenbar auch besonders gut zählen. Zu gut, befanden die Betreiber des Hard Rock Casinos in Las Vegas - sie erteilten ihm auf Lebenszeit Hausverbot. Der 1972 geborene Kalifornier nahm sich nach eigenen Angaben einige Zeit, um die Regeln des Blackjack zu lernen. Und mit dem Kartenzählen erhöhte er fortan seine Chancen beim Kartenspiel. Nichts Verbotenes, doch die Casino-Besitzer reagieren auf derartige Methoden mit Blick auf ihre Gewinne natürlich nicht begeistert. Tatsächlich hatte Affleck im besagten Glücksspielhaus einmal 140.000 US-Dollar in einer einzigen Session gewonnen. In jener Nacht wurde Affleck in Vegas zur Legende, denn er gab die komplette Summe als Trinkgeld ans Personal weiter.

Übrigens zählt Affleck auch zu den begnadesten Pokerspielern unter den Stars. Ihm muss dieses Kartenspiel bestens liegen, denn er konnte beträchtliche Beträge bei Turnieren wie der WPT abräumen. Kein Wunder, denn er ließ sich von den Poker-Profis Amir Vahedi und Annie Duke die besten Strategien lehren. So gewann Affleck 2004 die California State Poker Championship und kassierte dafür 356.400 US-Dollar.

Matt Damon

Matt Damon

Auch einen anderen Hollywoodstar bekommen Glücksspieler mitunter im Casino zu sehen. Der Schauspieler Matt Damon, der unter anderem als Jason Bourne Weltruhm erlangte, soll sich vor den Dreharbeiten zum Film Rounders zur persönlichen Vorbereitung in Casinos umgesehen haben. Dabei gab er, angeblich, ca. 25.000 US-Dollar am Pokertisch aus. Lehrgeld zur beruflichen Fortbildung, wenn man so will, aber das machte er mit seiner Schauspielergage natürlich im Handumdrehen wieder wett.

Omar Sharif

 Omar Sharif

Der Ägypter erlangte mit seiner Rolle als Doktor Schiwago im gleichnamigen Kinohit von 1965 Weltruhm. Weit über 100 Filme hat der Hollywood-Exot gedreht. In seiner männlichen Hauptrolle in Funny Girl mit Barbra Streisand 1968 spielte er mehr oder weniger sich selbst: einen Charmeur, dem die Frauen zu Füssen liegen, der aber das Spielen nicht lassen kann. Die stolze Summe von insgesamt 12 Millionen US-Dollar soll Sharif verzockt haben. In seinen besten Jahren war er Gast in allen großen Casinos auf der Welt.